Yoga

WaenaYoga – Wim Hof Atmung

Überblick

WaenaYoga – Wim Hof Atmung – Im Yoga gibt es eine große Anzahl von verschiedenen Atemtechniken (prāṇāyāma). Wim Hof hat seine Atemtechnik aus der tibetischen Atmung „Tummo“ abgeleitet. Die Tummo Atmung erhöht das innere Feuer, welches seinen Sitz im Bauchbereich hat und verstärkt so u. a. die Verdauungsfähigkeit wie auch die Fähigkeit, sich besser äußerer Kälte aussetzen zu können. Die Wim Hof Atmung wiederum ist eine sehr effektive Atemtechnik, um den Körper mit Sauerstoff und Energie aufzuladen. Außerdem sorgt sie dafür, dass Du mehr aus dem Kopf kommst und somit nicht so sehr in den Gedanken verharrst. Die Wim Hof Atmung unterstützt damit Lebendigkeit, Kreativität und das intensivere Erleben von eigenen Gefühlen. Ich habe hier stichpunktartig ein paar Tipps rund um die Wim Hof Atmung aufgelistet. Ich selbst praktiziere diese Atmung meistens 3x täglich seit gut 3 Monaten (Stand Mitte Februar 2021).

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Wim Hof Atmung?
  • am besten auf nüchternen Magen
  • also morgens vor dem Frühstück
  • vor dem Mittagessen
  • vor dem Abendessen
Wie häufig kann ich die Atmung am Tag praktizieren?
  • einmal täglich
  • 3x täglich – ich praktiziere 3x täglich
  • immer wenn ich das gerne möchte – wenn ich z. B. das Gefühl habe, dass ich Energie brauche
Was ist die beste Position beim Ausüben?
  • am entspanntesten ist die Rückenlage im Liegen
  • eventuell Shavasana (Yoga) – die Beine seitlich bis zu hüftenbreit abspreizen – die Zehenspitzen fallen dabei locker nach außen – die Arme seitlich soweit vom Körper ablegen, so dass gut Luft unter die Achseln kommt
Wie geht die Atemtechnik?
  • Wim Hof gibt keine spezielle Atemtechnik vor – ob jetzt durch Nase bzw. Mund ein- und ausgeatmet wird
  • Wim Hof selbst atmet durch den Mund ein und den Mund aus
  • diese Form der Atmung hat eine kühlende Wirkung auf den gesamten Organismus, da die Luft nicht wie bei der Einatmung durch die Nase vorgewärmt wird
  • ich praktiziere die Energieatmung – Nase ein – Mund aus
  • idealerweise mit freier Nase – von daher vorher gut die Nase putzen
  • beim Einatmen in einem Atemzug in Bauch – Brust – Kopf atmen – dies ist vergleichbar mit der yogischen Vollatmung – dann den Atem wieder ausströmen lassen – der Atem fließt wie eine Welle durch den Körper
Welche Intensität bei den Atemzügen ist sinnvoll?
  • 3 Runden – 4 Runden praktizieren
  • pro Runde jeweils 30x – 40x ein und ausatmen – Bauch/Brust/Kopf
  • innerlich die Atemzüge zählen
  • Anfänger langsam beginnen in Bezug auf die Geschwindigkeit
  • Bauch – Brust – Kopf – nicht mit Gewalt einatmen – sondern eher entspannt – auch dann kommt der Atem im Kopf an!
  • nach der letzten Ausatmung die Leere halten – solange wie angenehm – 15 Sekunden, 30 Sekunden – mit der Zeit weiter steigern – die Zeit kann einfach innerlich gezählt werden
  • die Länge des möglichen Anhaltens hängt von der Sättigung mit Sauerstoff im Gewebe ab
  • nach dem Halten der Leere in den Kopf einatmen, den Atem anhalten und die Fülle 15 Sekunden lang halten
  • anschließend mit der nächsten Runde beginnen: 30/40x ein- und ausatmen – bei der letzten Atmung nochmal bewusst tief ein- und dann ausatmen – dann 30 Sekunden oder länger die Leere halten – einatmen und für 15 Sekunden die Fülle im Kopf halten – nächste Runde usw.
  • während des ganzen Atemprozesses innerlich nachspüren – dies ist sicherlich beim Anhalten in der Leere oder beim Anhalten in der Fülle am leichtesten
  • es können sich z. B. folgende Empfindungen einstellen:
    • Entspannung und Verspannung (das Spüren von Verspannung) im Körper
    • Wärme und Kälte Gefühl im Körper
    • Kribbeln und Strömungsgefühl
    • Gefühl von leichter Benommenheit
    • Ausdehnungsgefühl im Körper und Präsenz im Körper
    • Gefühl von aufgeladen sein
Fortgeschritteneres Praktizieren
  • wenn Du mit der Zeit bei den Ein- und Ausatmungen schneller wirst, steigt Deine Sättigung mit Sauerstoff im Gewebe – dann kannst Du anschließend den Atem länger und leichter anhalten – 1 Minute, 2 Minuten
  • beim ganzen Prozess dieser Atemtechnik nicht mehr den Atem zählen, sondern sich von dem eigenen Gefühl leiten lassen – wenn sich ein Kribbeln oder ein Gefühl von leichter Benommenheit einstellt, dann den Atem so lange wie es sich angenehm anfühlt anhalten (die Leere halten), dann einatmen und die Fülle für 15 Sekunden halten – dann zur nächsten Runde übergehen

Wim Hof Einführungsvideo zur Atmung – YouTube

WaenaYoga – Wim Hof Atmung

Waenayoga Wim Hof Atmung – Shavasana
Shavasana – Rückenentspannungslage